Două sonete de Mihai Eminescu în tălmăcirea germană a lui Lucian Blaga

Posted on ianuarie 15, 2013

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          Numărul 3/1951 al (prea puţin, totuşi) cunoscutei reviste de  Metafizică şi PoezieCAIETE  DE  DOR,  editată în exil, la Paris, de Virgil Ierunca şi Constantin Amăriuţei, conţine în cuprinsul său şi două sonete eminesciene, traduse în limba germană de Lucian Blaga. Reluarea lor aici, astăzi, mi-a fost sugerată de aşezarea „tîmplă (de bronz) lîngă tîmplă (de bronz)” a ipostazelor monumentale ale celor doi, opere semnate de sculptorii Romulus Ladea (Blaga) şi Ovidiu Maitec (Eminescu), în faţa Teatrului Naţional din Cluj.

l blaga si m eminescu in fata teatrului national cluj

Sonet  (Afară-i toamnă… )

  

Sieh, Herbst ist draussen… Laub zerstiebt; ein grimmer

Wind peitscht die Tropfen, die ans Fenster ticken;

Du liest vergilbte Briefe, deinen Blicken

erscheint des Lebens längst erloschner Schimmer.

  

In süßer Nichtigkeit die Zeit ersticken,

du willst, heut’trete niemand dir ins Zimmer;

denn besser ist – wenn’s draussen regnet immer –

am Feuer träumend stehn, in Schlummer nicken.

  

Im Lehnstuhl der Gedanken Flug geniessen.

Im Traume kehrt Fee Dochias Sage wieder.

Die Nebel immer dichter mich umfliessen.

  

Ein Kleiderrauschen streift mir jäh die Glieder,

ein weicher Schritt huscht kaum gehört, – es schliessen

zwei schmale, kalte Hande meine Lider.

 

Sonet  (Trecut-au anii…)

 

Wie lange Wolken über Heiden schleichen

die Jahre fart, um nie zuruckzukehren.

Heut konnen nicht Entzücken mir gewähren,

wie einst, die Märchen, Lieder, Wunderzeichen,

 

die leuchtend hell die Kinderstirn verklären,

verstandem kaum, doch sinnreich sondergleichen;

umsonst umwehn much schattenhaft die bleichen

Geheimnis-Studen in den Abendsphären!

 

Dass ich ein Lied entreiss’vergangnem Leben

dass ich dich, Seele, nochmals lass erbeben?

Umsonst, dass meine Hand die Leier schlage…

 

Ach, alles schwand im Jugend-Lichtgefunkel,

sturm ist der süsse Mund der andern Tage

die Zeit wächst hinter mir… ich werde dunkel!

(Texte reproduse după CAIETE  DE  DOR. Metafizică şi poezie, Volumul I (nr.1-4, 1951, Paris), Ediţie critică, prefaţă de Mihaela Constantinescu-Podocea, Nicolae Florescu, Editura Jurnalul literar, 2000. )

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