Cabaret Voltaire (XLIX). Un fotoreportaj de la „faţa locului” de Dorin David. Update: 96 de ani de DaDa!

Posted on iulie 5, 2013

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       Aflat, în cadrul unui program de studii postdoctorale la Zürich, prietenul nostru, universitarul braşovean Dorin David a acceptat (şi îi mulţumesc pentru aceasta) să fie pentru o zi „fotoreporter” pentru Gogea’s Blog. La sugestia mea, Herr Doktor a vizitat celebra cafenea al cărei nume dă titlul unei (desigur, mult mai puţin cunoscute) rubrici pe acest blog.

       Iată ce a văzut (prin ochiul aparatului fotografic) şi ne-a trimis şi nouă:

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Cabaret Voltaire

Spiegelgasse 1 , CH-8001 Zürich                                                       http://www.cabaretvoltaire.ch/

 DaDa

In Zürich wurde der Mythos Dada begründet. Es gibt einen Geburtsort und ein Geburtsdatum von Dada. Der Geburtsort ist das Cabaret Voltaire. Das Geburtsdatum ist der 5. Februar 1916 als Hugo Ball und Emmy Hennings das Cabaret Voltaire in Zürich eröffneten. Der erste Abend ist schon ein grosser Erfolg, wie Hugo Ball beschreibt:

„Das Lokal war überfüllt; viele konnten keinen Platz mehr finden.“

An diesem Eröffnungsabend waren auch Hans Arp, Tristan Tzara und Marcel Janco beteiligt. Eine Woche später gesellt sich Richard Huelsenbeck aus Berlin dazu. Er plädiert dafür, daß man den Rhythmus verstärkt, den Negerrhythmus, um die Literatur in Grund und Boden zu trommeln. Auch Sophie Taeuber Arp ist an den Abenden im Cabaret Voltaire zugegen und belebt mit zeitgenössischem Tanz die kubistischen Kostüme und Masken von Marcel Janco. Emmy Hennings wird indes zum Stern des Cabarets, wie die Zürcher Post berichtet. Zusammen lassen sich die sieben Dada-Begründer jeden Abend bis zum Irrsinn bis zur Bewusstlosigkeit gehen, um Dada gebären zu können.

„Ein undefinierbarer Rausch hat sich aller bemächtigt. Das kleine Kabarett droht aus den Fugen zu gehen und wird zum Tummelplatz verrückter Emotionen.“ (Hugo Ball)

„ Dada ist über die Dadaisten gekommen, ohne dass sie es wussten; es war eine conceptio immaculata…. Dada wuchs sich unter den Händen der Herren in Zürich zu einem Lebewesen aus, das bald alle Anwesenden um Haupteslänge überragte “ (Richard Huelsenbeck, 1920)

Irgendwann im April 1916, also gut zwei Monate nach der Eröffnung des Cabaret Voltaire, tauchte der Begriff Dada erst auf.

Den mystischen Höhepunkt von Dada bildet der 23. Juni 1916 als Hugo Ball seine „Verse ohne Worte“, die ersten Lautgedichte als Magischer Bischof im kubistischen Kostüm vorträgt. Nachdem er bereits die ersten beiden Lautgedichte vorgetragen hat, fragt er sich wie er es zu Ende führen soll: „Da bemerkte ich, daß meine Stimme, der kein anderer Weg mehr blieb, die uralte Kadenz der priesterlichen Lamentation annahm, jenen Stil des Meßgesangs, wie er durch die katholischen Kirchen des Morgen- und Abendlandes weh klagt. ….Einen Moment lang schien mir, als tauche in meiner kubistischen Maske ein bleiches, verstörtes Jungengesicht auf, jenes halb erschrockene, halb neugierige Gesicht eines zehnjährigen Knaben, der in den Totenmessen und Hochämtern seiner Heimatspfarrei zitternd und gierig am Munde der Priester hängt. Da erlosch, wie ich es bestellt hatte, das elektrische Licht, und ich wurde vom Podium herab schweißbedeckt als ein magischer Bischof in die Versenkung getragen.“

Drei Wochen später, am 14. Juli 1916 verabschiedet sich Ball von Dada und trägt das Erste Dada Manifest im Haus Zur Waag vor, was gleichzeitig als ein Abgesang auf Dada verstanden werden kann.

Im Jahr darauf wird Dada bereits zum Programm und in der Galerie Dada am Paradeplatz werden salonfähig die Best Ofs aus dem Cabaret Voltaire aufgeführt. Die letzte Dada Soirée in Zürich findet am 9. April 1919 im Saal zur Kaufleuten statt und löst Tumulte aus, die den Saal mit seinen 1500 Gästen zum überbrodeln bringt.

               Update. Întîmplarea („curat” dadaistă!) a făcut să postez aceste fotografii (pregătite de mai mult timp) tocmai cînd are loc jubileul DADA!

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Posted in: Cabaret Voltaire